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Was kostet eine Hochzeit in Deutschland? Ehrliche Zahlen für 2026

Durchschnittlich 17.000 Euro, aber das ist nur der Anfang. Eine ehrliche Aufschlüsselung der echten Hochzeitskosten in Deutschland.

Von Miri 7 Min. Budget

Die ehrliche Antwort auf die Frage „Was kostet eine Hochzeit?” lautet: zwischen 5.000 und 50.000 Euro. Das hilft natürlich keinem weiter. Deshalb hier eine Aufschlüsselung mit echten Zahlen aus Deutschland 2026, sortiert nach den größten Posten.

Die Gesamtkosten im Schnitt

Laut dem Bridebook Wedding Report 2026 liegen die durchschnittlichen Hochzeitskosten in Deutschland bei rund 17.000 Euro, ohne Flitterwochen und Verlobungsringe. Der WeddyPlace-Report nennt 14.000 bis 15.000 Euro. Andere Anbieter rechnen mit 16.500 Euro inklusive Verlobungsring.

Was ihr aus diesen Zahlen mitnehmen solltet: Die Spanne ist riesig. Etwa 10 Prozent der Paare geben unter 5.000 Euro aus, etwa 2 Prozent über 40.000 Euro. Die meisten landen irgendwo zwischen 12.000 und 22.000 Euro, mit etwa 60 bis 80 Gästen.

Was die einzelnen Posten typischerweise kosten

Location, meistens der größte Posten

8.000 bis 10.000 Euro im Schnitt. Das sind etwa 40 Prozent des Gesamtbudgets. Eine Scheune oder ein Restaurant kann ab 1.500 Euro losgehen, ein Schloss oder eine Eventlocation in der Stadt schnell 5.000 bis 15.000 Euro kosten. Tipp: Gemeindesäle, Vereinsheime oder kleinere Hotels sind oft deutlich günstiger als die Top-Locations auf Hochzeitsportalen.

Catering, der zweite große Block

3.500 bis 5.500 Euro für Sektempfang plus Hauptmenü oder Buffet bei etwa 60 Gästen. Pro Person kalkuliert man mit 60 bis 120 Euro für Essen plus 30 bis 60 Euro für Getränke. Wer die Getränke selbst stellt (Korkgeld zahlen), spart oft 10 bis 20 Euro pro Person.

Outfits

Brautkleid: 1.000 bis 3.000 Euro im Schnitt, plus Schuhe, Schmuck, Schleier (zusammen weitere 300 bis 800 Euro). Anzug für den Bräutigam: 500 bis 1.500 Euro inklusive Schuhe und Accessoires. Styling am Hochzeitstag (Make-up, Frisur, eventuell Probe): 400 bis 800 Euro.

Fotograf:in und Videograf:in

Fotograf:in: 1.500 bis 3.500 Euro für einen ganzen Tag. Wer auch einen Videografen will, rechnet nochmal mit 1.500 bis 3.000 Euro. Das wirkt viel, ist aber einer der wenigen Posten, von dem ihr für den Rest eures Lebens etwas habt.

Musik

DJ: 800 bis 1.500 Euro. Hochzeitsband: 2.000 bis 5.000 Euro. Zum Vergleich: ein Sänger oder Streicher für den Empfang allein kostet meist 300 bis 600 Euro.

Blumen und Dekoration

Brautstrauß: 80 bis 200 Euro. Tischdekoration und Blumen für die Location: 800 bis 2.500 Euro. Das hängt stark vom Stil ab. Trockenblumen und Pampasgras sind oft günstiger als üppige frische Arrangements mit Pfingstrosen oder Hortensien.

Eheringe

700 bis 2.500 Euro für das Paar. Gold ist seit zwei Jahren deutlich teurer geworden, Palladium oder Carbon sind günstigere Alternativen mit ähnlicher Optik.

Standesamt und Papierkram

70 bis 200 Euro Gebühren für die Anmeldung der Eheschließung. Plus eventuell Beglaubigungen für Geburtsurkunden und Übersetzungen, falls jemand im Ausland geboren wurde.

Einladungen und Papeterie

300 bis 800 Euro für Save-the-Date, Einladungen, Tischkarten, Menükarten, Dankeskarten. Wer alles digital macht, spart locker zwei Drittel.

Hochzeitstorte

300 bis 800 Euro für eine dreistöckige Torte für 60 bis 80 Personen. Cupcakes oder eine Sweet-Table-Lösung sind oft günstiger.

Kleinkram, der gerne vergessen wird

  • Trauredner:in: 700 bis 1.500 Euro
  • Gastgeschenke: 100 bis 300 Euro
  • Übernachtung Brautpaar: 150 bis 400 Euro
  • Trinkgelder: 200 bis 500 Euro insgesamt
  • Hochzeitsversicherung (optional): 80 bis 200 Euro

Die typische 60-Gäste-Hochzeit in Zahlen

PostenBetrag
Location4.500 €
Catering inkl. Getränke5.000 €
Brautoutfit komplett2.000 €
Bräutigam-Outfit800 €
Fotograf:in2.000 €
DJ1.000 €
Blumen & Deko1.200 €
Eheringe1.500 €
Papeterie400 €
Torte400 €
Trauredner:in1.000 €
Sonstiges (Trinkgeld, Übernachtung, Gastgeschenke)700 €
Gesamt20.500 €

Realistischer als die 17.000 Euro aus den Studien, weil die meisten Studien einzelne Posten weglassen.

Wo ihr realistisch sparen könnt

Wer ehrlich rechnet, sieht: Die größten Stellschrauben sind Location, Gästeanzahl und Catering. Wer von 80 auf 50 Gäste reduziert, spart oft 3.000 bis 5.000 Euro, nicht nur beim Essen, sondern auch bei Einladungen, Sitzplätzen, Gastgeschenken.

Andere Spar-Hebel:

  • Heiraten an einem Donnerstag oder Sonntag (Location oft 20 bis 40 Prozent günstiger)
  • Heiraten in der Nebensaison (November bis März)
  • Getränke selbst stellen (wenn die Location das erlaubt)
  • Brautkleid Second-Hand oder Outlet
  • Blumen saisonal wählen
  • Eigene Playlist statt DJ
  • Digitale Einladungen mit RSVP-System statt gedruckte Karten

Wo ihr nicht sparen solltet

  • Bei Fotografie und/oder Video. Die Bilder bleiben für immer.
  • Bei der Location, wenn euch der Ort wirklich wichtig ist, kompensiert lieber an anderer Stelle.
  • Beim Essen, wenn ihr Foodies seid. Schlechtes Essen merkt sich jeder Gast.
  • Bei eurer eigenen Erholung. Plant Pausen am Tag selbst ein.

Was Marrily euch hier abnimmt

In Marrily ist das Budget nicht eine leere Tabelle, in die ihr 13 Kategorien selber anlegen müsst. Miri verteilt euer Gesamtbudget automatisch auf die typischen Posten, mit aktuellen Benchmark-Werten. Ihr seht sofort, wo ihr über oder unter dem Durchschnitt liegt, und könnt verschieben, was euch wichtiger ist. Mit einem eingebauten Puffer, damit es am Ende keine Überraschungen gibt.

Zum Abschied

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